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Einteilung der Verfahren und Einordnung des Fräsens

Normen zur Einteilung der Fertigungsverfahren

Für die Herstellung eines Werkstückes stehen dem Entwickler eine Vielzahl von Fertigungstechniken zur Verfügung, die nicht selten nacheinander angewendet oder sogar kombiniert werden müssen um das gewünschte Endprodukt zu erhalten. Die Einteilung der Fertigungsverfahren wird nach der Norm DIN 8580 vorgenommen.[1] Das dort festgelegte Ordnungssystem ist auszugsweise in Abbildung 1 zu sehen.

Darin werden die sechs Hauptgruppen Urformen, Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten und Stoffeigenschaft ändern unterschieden. Die Hauptgruppe Trennen ist in sechs Untergruppen unterteilt und beinhaltet alle Verfahren, deren Merkmal die örtliche Aufhebung des Stoffzusammenhaltes darstellt.

Einteilung der Fertigungsverfahren nach DIN 8580 und DIN 8589 1 sowie Einordnung des Fräsens

Beim Spanen (3.2, 3.3) werden Werkstoffschichten des Werkstücks mit der Hilfe der Schneiden eines Werkzeuges spanförmig abgetrennt. Im Gegensatz zum Spanen mit unbestimmter Schneide sind beim Spanen mit bestimmter Schneide die Anzahl der Schneiden, die Geo­metrie der Schneidteile und die Lage der Schneiden zum Werkstück bestimmt. Zu den Verfahren des Spanens mit bestimmter Schneide zählen neben dem Fräsen unter anderen auch das Drehen, Bohren und Räumen, sowie Hobeln und Sägen.

Das Fräsen wird nach DIN 8589-3 in Plan-, Rund-, Schraub-, Wälz-, Profil- und Formfräsen unterteilt, dabei werden zur Unterscheidung die erzeugte Oberfläche und die jeweils eingesetzte Werkzeugform (Profil), sowie Kinematik herangezogen. Zudem können nach dem Werkzeugeingriff Stirn- und Umfangsfräsen unterschieden werden. Weitere Informationen zu den verschiedenen Varianten und Unterarten des Fräsens können dem Abschnitt Fräsen – Fertigungsprozess entnommen werden. 

Quellen und Literatur

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