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NC Programmierung beim Fräsen

Die CNC (Computerized Numerical Control)-Steuerung bezeichnet die Computergestützte numerische Maschinensteuerung und ist die Weiterentwicklung der NC (Numerical Control)-Steuerung. Sie bildet heute eine kostengünstige Standardsteuerung und wird in allen Teilen der Fertigung eingesetzt. Ein Vorteil liegt neben der automatisierten Bearbeitung des Werkstückes in der Möglichkeit, mehrere Achsen gleichzeitig anzusteuern. Die Nebenzeiten bei der Bearbeitung konnten durch die Einführung der CNC-Technik reduziert, die Qualität und Genauigkeit gesteigert werden. Ein Merkmal von CNC-Steuerungen ist die integrierte Auswertung von Positions-, Drehwinkel- und Zustandssensoren der Maschine und der daraus resultierenden Interpolation der Bahnkurve zur Zielposition. Wurde die Programmierung ursprünglich ausschließlich an der Bearbeitungsmaschine selbst vorgenommen, findet zunehmend eine Entkopplung von Programmerstellung und -ausführung statt. Dies ermöglicht weiteres Einsparpotential, da die Erzeugung des Maschinencodes bereits während der Bearbeitung eines anderen Werkstückes erzeugt werden kann. 

Das NC-Programm selbst ist nach bestimmten Regeln und Vorschriften aufgebaut und dient dem Zweck der Bearbeitung eines speziellen Werkstückes auf einer speziellen Maschine und ist nicht zwangsläufig übertragbar. Der Grundaufbau von NC-Programmen ist nach DIN 66025 festgelegt und in der Abbildung schematisch dargestellt [1][2]. Ein Programm beinhaltet sämtliche zur Bearbeitung eines Bauteils notwendigen Informationen und Bearbeitungsschritte. Es ist aufgebaut aus einer beliebigen Anzahl von Sätzen, die die einzelnen Abschnitte definieren. Jeder Satz enthält Wegbedingungen, Weginformationen und Hilfsfunktionen und stellt eine Maschinenoperation dar. 

Jeder Satz ist wiederum aus einzelnen Wörtern aufgebaut, die spezielle Informationen enthalten, wobei es sich um Programmdaten, Geometriedaten oder Technologiedaten handeln kann. Die Adresse definiert den Funktionsbereich, der angesprochen wird und ist grundsätzlich je Satz nur einmal erlaubt, viele Steuerungen lassen jedoch mehrere Befehle zu, wenn sich diese nicht wiedersprechen. Eine Übersicht über die verfügbaren Steuerbefehle nach DIN 66025 kann der Tabelle entnommen werden.  

Literatur 

[1] DIN 66025-1:1983-01: Programmaufbau für numerisch gesteuerte Arbeitsmaschinen; Allgemeines, https://www.beuth.de/de/norm/din-66025-1/1012276 

[2] Hehenberger, Peter: Computerunterstützte Produktion, Springer Verlag 2020, https://www.springerprofessional.de/computerunterstuetzte-produktion/17883728  

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